Augenerkrankung Glaukom

Glaukom, was darunter zu verstehen ist

Durch erhöhten Augeninnendruck tritt eine Schädigung der Nervenzellen des Sehnervs ein. Da das Kammerwasser im Auge nicht mehr abfließen kann, entsteht ein Druck. Beim Glaukom handelt es sich um eine schwere Erkrankung. Es ist die zweit häufigste Erblindungsursache weltweit und in Österreich. Aus diesem Grund ist auch die Betitelung „Grüner Star“ nicht korrekt, da diese oft zur Verwechslung mit dem Grauen Star führt, der aber harmlos ist. Bei den meisten Betroffenen ist eine Operation die Lösung, um eine Sehverbesserung zu erlangen, Sehnervschädigungen können allerdings nicht ungeschehen gemacht werden.

Zu hohen Augendruck erkennen

Die Betroffenen und dies sind rund 60 Prozent, ahnen nichts von ihrer Glaukom-Erkrankung. Diese Erkrankung verläuft zunächst ohne Schmerzen und längere Zeit ohne weitere Beschwerden. Erst im Endstadium der Erkrankung nimmt die zentrale Sehschärfe ab, ab diesem Zeitpunkt ist der Großteil der Sehnerven abgestorben. Wenn z. B. ein Radler am Fahrbahnrand nicht mehr erkannt werden kann, sind die Gesichtsfelddefekte gefährlich. Der Glaukom wird meist als zufällige Diagnose gestellt, wenn der Patient wegen anderer augenärztlicher Beschwerden den Augenarzt aufsucht. Wer das 40. Lebensjahr erreicht hat, sollte unbedingt jedes Jahr zum Augenarzt, um einen Rundum-Check zu machen. Die Applanations-Tonometrie ist der Goldstandard für die Augendruckmessung. Dieses berührt mit einem Stempelchen das Auge. Diese Untersuchung ist schmerzfrei. Das Luftimpuls Tonometer liefert leider nicht ganz so präzise Messwerte.

Alternativen zur Augentropfentherapie

Der Augeninnendruck kann in 90 Prozent der Fälle mit Augentropfen erfolgreich gesenkt werden und dadurch wir die Erkrankung stabilisiert. Wenn die Tropfen jedoch nicht vertragen werden oder der Patient mit der Handhabung der Tropfen nicht so gut zurecht kommt, wird sich die Glaukom-Erkrankung verschlechtern. Dann hilft nur eine Operation oder eine Laserbehandlung.