Bindehautentzündung bei Kindern

Falls Dein Kind noch nie ernsthafte Probleme mit den Augen hatte und Dich jetzt ganz verweint mit vereiterten und rot entzündenden geschwollenen Augen ansieht, solltest Du am besten unverzüglich den Kinderarzt aufsuchen. Der Kinderarzt erkennt sofort, ob es sich hier um eine harmlose Bindehautentzündung handelt oder ob eine andere Ursachen für die entzündeten Augen vorliegen könnten.

Falls der Arzt mit Komplikationen rechnet oder noch andere Auffälligkeiten bei der Untersuchung Deines Kindes sichtbar werden, bekommst Du unverzüglich eine Überweisung für einen Facharzt der Augenheilkunde. Der Augenarzt erkennt bei der Untersuchung der Augen, ob es sich tatsächlich nur um eine harmlose Bindehautentzündung handelt, oder ob eventuell eine allergische Reaktion vorliegen könnte. Um dies zweifelsfrei feststellen zu können, wird mit einemWattestäbchen etwas Sekret von den beiden entzündeten Augen abgestrichen. Dieser Vorgang ist für die Kinder und Säuglinge völlig schmerzfrei und dauert auch nicht lange. Der Abstrich wird in das Labor geschickt und untersucht. Nach dieser Untersuchung schlägt Dir der Kinderarzt die optimale Behandlungsmethode für Dein krankes Kind vor.

Augentropfen bei einer Bindehautentzündung durch Viren

Wenn feststeht, dass ein Virus der Auslöser für die vorliegende Erkrankung ist, hat das hygienische Sauberhalten des Auges oberste Priorität. Um den schmerzhaften Juckreiz und die unangenehme Trockenheit der Augen zu lindern, können Tränenersatztropfen verabreicht werden. Bei Viren hat das Verabreichen von Antibiotika keinerlei Wirkung.

Augentropfen oder Augensalbe bei einer bakteriellen Bindehautentzündung

Wenn sich die Krankheit nach spätestens drei Tagen immer noch nicht gebessert hat, kann den Säuglingen oder Kleinkindern in der Regel ein Antibiotikum in Form von Augentropfen oder einer Augensalbe verabreicht werden. Die im Medikament enthaltenen Wirkstoffe bestehen aus Ofloxacin, Kanamycin, Gentamicin oder Erythromycin. Je nach Schweregrad der Krankheit wird die Arznei den kleinen kranken Patienten einmal oder mehrmals am Tag verabreicht. und zwar mindestens eine Woche lang. Manchmal dauert die Behandlung bis zu zehn Tagen. Um einen Rückfall auszuschließen, darf die Behandlungsdauer keinesfalls vorzeitig abgebrochen werden.