Die Sommer-Sonne-Sünden für das Auge

Die Sommer-Sonne-Sünden für das Auge

Unser menschliches Auge ist häufiger Stress ausgesetzt, als man glaubt. Vor allem im Sommer, während des Urlaubs, werden unsere Augen stressigen Bedingungen und starken Reizen ausgesetzt. Gewöhnliche Sonnenbrillen zum Schutz, reichen da meist überhaupt nicht aus.
Obwohl die Gesellschaft im Allgemeinen viel gesundheitsbewusster geworden ist, weiß sie doch recht wenig über das Auge an sich. Wie sehr das Sonnenlicht schaden kann und wie gefährlich die UV-Strahlen tatsächlich für unseren Sehsinn sind, ist den aller meisten doch nicht wirklich bewusst. Dabei kann eine permanente Sonneneinwirkung auf das Auge zu schweren und langfristigen Schäden der Hornhaut führen, zu ihnen zählen beispielsweise der Graue Star, oder Makuladegeneration.
Die richtige Sonnenbrille scheint also eine hohe Bedeutung für die Gesundheit des Auges und den Sehsinn zu bedeuten. Wichtig zu wissen ist dabei, dass ausschließlich eine Sonnenbrille mit einem Spektrum von 400 Nanometern das Auge komplett schützen kann. Daher empfehlen Optiker beim Kauf einer Sonnenbrille auf eine Beschriftung zu achten, auf der entweder die Betitelung UV 400, oder 100% deutlich ersichtlich ist. Des Weiteren sollten die EU-Richtlinen mit dem CE-Zeichen beachtet werden.

Die fünf größten Sommersünden, die man den Augen antun kann, und wie man diese umgehen kann:

1. Die Brillenpause
Häufig möchte man seinen Augen eine Pause von der Sonnenbrille gönnen und das vor allem, wenn man sich an einem schattigen Plätzchen befindet. Doch genau das kann zu einer Gefahr werden, denn UV-Strahlungen können auch ohne direkte Sonneneinstrahlung dem Auge erheblichen Schaden zufügen. Der Sonnenschirm ist daher kein sicherer Zufluchtsort vor dem Sonnenlicht.
Dazu kommen noch weitere Reizfaktoren, die dem Auge gefährlich werden könnten, während es eine Pause von der Sonnenbrille hat.
Zum einen ist es der Wind, der während der Sommerhitze meist sehr trocken ist und dem Auge Stress zufügt. Zum anderen ist es das Licht, das hinter den Sonnenbrillengläsern abgeschwächt erschien, ohne Brille aber wieder kräftiger auf das Auge einwirkt. Ein häufiges An-, und Abnehmen der Brille stresst und reizt das Auge also zusätzlich, da es sich immer wieder erneut umgewöhnen muss.

2. Reizung durch Chlorwasser und Meersalz
Wer liebt es nicht, seinen Sommerurlaub an einer schönen Poolanlage, oder an einem Strand zu verbringen? Doch Achtung, auch hier warten viele Stress-, und Reizfaktoren auf das Auge.

Wer nach dem Schwimmen im Chlorwasser aus dem Pool kommt, hat meist mehr, oder weniger stark gerötete Augen. Dies verursacht das Chlor im Wasser zwar nicht direkt, ist dafür aber mit verantwortlich, denn es ist die Reaktion aus Chlor mit Schweiß, Urin, oder anderen Unreinheiten im Wasser, die für die Rötungen sorgen. Daher wird nicht nur den Augen zur Liebe empfohlen, in nach sehr stark nach Chlor riechenden Becken, nicht zu schwimmen. Um das Auge allerdings beim Schwimmen im Chlorwasser nachhaltig zu schützen, reicht eine gängige Schwimmbrille schon aus.
Ebenso schädlich kann das Meersalz für das Auge werden. Das Meersalz ist ein sehr hoch konzentriertes Salz. Daher brennen die Augen beim Tauchen im Meer auch häufig. Körpereigener Schweiß und Tränenflüssigkeit sind niedrig konzentriert und schaden dem Auge daher nicht.
Besonders aggressiv kann Meersalz vermischt mit Sonnencremeresten und anderen Substanzen auf das Auge wirken. Auch hierfür reicht eine normale Schwimmbrille völlig aus, um Reize für das Auge zu vermeiden.

3.Spiegelungen im Wasser
Im Sommer wird gerne gesegelt, gerudert oder an Rundfahrten auf Booten teilgenommen. Dabei sollte man nicht die Sonneneinstrahlung, die sich im Wasser spiegelt, unterschätzen. Das Auge ist also zeitgleich, von oben und unten, den Sonnenstrahlen ausgesetzt. Besonders tückisch dabei ist, dass die gespiegelten Sonnenstrahlen auf der sich bewegenden Wasseroberfläche noch gefährlicher sind, als die direkte Einstrahlung der Sonne. Für diesen Fall reicht eine normale Sonnenbrille nicht aus. Eine Sportbrille würde in solchen Situationen verlässlicher schützen.

4. UV-Einstrahlung in den Bergen
Wer gerne in seinem Urlaub in den Bergen wandern geht, weiß um die Sauerstoffveränderungen in der Höhe. Doch es ist nicht nur das Sauerstoffgehalt, welches sich mit der Höhe verändert, auch die UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu. Pro 1000 Meter Höhe, verstärkt sich die UV-Einstrahlung um 15%. Weitere Reizfaktoren, wie ein sehr trockener Wind und Schweiß können das Auge stressen. Empfohlen wird zum Wandern daher eine Sportbrille, oder sogar eine Gletscherbrille mit Polarisationsfilter, welche das Auge zu 100% vor besonders grellem Licht schützen kann.

5. Überlistende UV-Strahlen
Sonneneinstrahlung erfolgt meist nicht nur frontal auf das Auge, besonders auch von den Seiten und von oben kann die Sonne auf das Auge einwirken. Daher sind es vor allem die Sonnenclips, an Stelle von Sonnenbrillen, die sehr ungeeignet für das Auge sind, da sie nicht einmal zu einem kleinen Anteil dem Auge Schutz bieten können. Ähnlich ist es bei Kontaktlinsen mit UV-Schutz, sie decken nicht das komplette Auge ab und schützen daher nur gering.
Bei dem Kauf einer Sonnenbrille sollte also nicht nur auf ihr Spektrum von 400 Nanometern geachtet werden, sondern auch, ob sie sich der individuellen Kopfform anpasst und, ob ihre Bügel breit genug sind, um auch einer seitlichen Sonneneinstrahlung vorbeugen zu können.
Wer noch eine Nummer sicherer gehen möchte, sollte ebenfalls nicht auf einen Sonnenhut verzichten, der das Auge und den Kopf allgemein vor hoher Sonneneinstrahlung schützen kann.