Gerstenkorn

Gerstenkorn

Als Gerstenkorn (oder Hagelkorn) wird eine entzündliche Veränderung der Augenlidränder bezeichnet. Sie ist zumeist nicht gefährlich, jedoch lästig und unangenehm. Im Allgemeinen muss deswegen kein Arzt konsultiert werden. Lesen Sie im Folgenden Informationen zu Ursachen, Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten eines Gerstenkorns.

Ein Gerstenkorn ist eine sehr schmerzhafte, zumeist eitrige und druckempfindliche Entzündung der Schweiß- und Talgdrüsen in den Augenlidern. Häufig führt dies zu einem Anschwellen des gesamten Augenlids.

Ein Hagelkorn ist ein Knötchen am Lidrand, jedoch zumeist nicht schmerzhaft. Die Haut darüber kann verschoben werden und es wächst potentiell bis auf die Größe einer Haselnuss heran.

Ursächlich für die Entstehung von Gerstenkörnern sind Infektionen mit Eiterbakterien, den so genannten Staphylokokken. Treten Gerstenkörner häufiger auf, kann dies ein Indiz für körperliche Abwehrschwäche (beispielsweise im Zuge einer Diabeteserkrankung) sein. Wiederkehrende Infektionen können aber auch auf Berührungen mit schmutzigen Händen zurückzuführen sein.

Normalerweise heilen Gerstenkörner oder kleinere Hagelkörner eigenständig aus. Zur Unterstützung dienen jedoch Rotlichtbehandlungen und Kamillenkompressen. Diese helfen bei der Öffnung und Reifung des Gerstenkorns.

Obendrein kann in der Apotheke eine antibiotikahaltige Salbe gekauft werden. Jene verhindert, dass sich die Infektion auf das andere Auge ausweitet.

Stellen Sie fest, dass von Alleine kein Heilungsprozess stattfindet, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Dieser kann das Gerstenkorn öffnen oder das Hagelkorn durch einen kleinen operativen Eingriff entfernen. Auch bei häufig wiederkehrenden Gerstenkörnern ist ein Arztbesuch empfehlenswert.