OP gegen Kurzsichtigkeit

Um nicht mehr abhängig von Brillen oder Kontaktlinsen zu sein, lassen sich immer mehr Menschen die Augen lasern. Zwischenzeitlich ist die die jährliche Anzahl an Laseroperationen auf über 100.000 gestiegen. Das Ergebnis einer solchen OP stößt in den meisten Fällen auf Zufriedenheit der Patienten, jedoch birgt jede Operation auch ihre Risiken.

Die Zahl der Deutschen mit Sehhilfe beläuft sich zwischenzeitlich grob 52 Millionen Personen. Die meisten fühlen sich durch ihre Brille oder Kontaktlinsen beeinträchtigt und nehmen die Möglichkeit einer Korrektur, mit Hilfe eines Lasers, gerne wahr. Dadurch ist das Verfahren mit dem Augenlaser zu einem äußerst lukrativen Geschäft geworden, welches jedoch nicht ganz unumstritten ist. Langzeitstudien sind bis zum heutigen Zeitpunkt nur wenig zu finden. Experten schimpfen diese Art der Augenkorrektur als „reine Lifestyle-OP“ und warnen vor eventuellen Folgen. Sicher zu sagen ist, dass keines dieser Verfahren gänzlich ohne Risiko angewandt werden kann, dennoch sehen viele Menschen eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität durch eine Augen-Laseroperation.

LASIK – die Methode die am häufigsten angewandt wird

Die photorefraktive Keratektomie ist die bislang älteste Methode einer Augenlaserung. Sie gilt als sehr risikoarm, aber auch als sehr schmerzhaft. Hierbei wird das Deckhäutchen von der Hornhaut entfernt, damit die Hornhautschicht, welche sich direkt darunter befindet, mit Hilfe des Laserstrahls modelliert werden kann. Anschließend bildet sich das Deckhäutchen neu, was mit Schmerzen und Geduld verbunden ist, denn der Eingriff benötigt etwa 6 Monate um vollständig zu verheilen. Erst dann ist das Sehvermögen wieder vollends hergestellt.

Weitaus kurzweiliger und schmerzfreier ist dabei die LASIK-Operation. Diese Methode ist das im Moment am häufigsten angewandte Laserverfahren. Hierbei wird zu Beginn die oberste Schicht der Hornhaut abgetrennt und auf die Seite geklappt. Die freigelegte Hornhautschicht kann nun mittels des Lasers abgetragen werden. Diese Methode ist eignet sich für Personen mit einer Kurzsichtigkeit von bis zu minus acht Dioptrien und für weitsichtige Personen mit bis zu plus drei Dioptrien.

Studien besagen, dass die Patienten nach einer LASIK-Behandlung zu neunzig Prozent ohne Sehhilfe auskommen. Lediglich zehn Prozent müssen sich einer erneuten Operation unterziehen oder benötigen weiterhin eine Sehhilfe. In sehr seltenen Fällen können auch die verbundenen Risiken zutage kommen. So kann es passieren, dass sich die Hornhaut nach außen wölbt. In diesem Fall hilft leider nur noch ein Austausch der Linse. Diese Komplikation tritt jedoch, laut Langzeitstudien aus Italien, nur zu 0,57 Prozent aller Fälle auf.