Probleme beim Lesen

Probleme beim Lesen

Eigentlich ist jedem klar, dass im Alter die Augen zunehmend schwächer werden. Allerdings ist es keine Sache, die man einfach so hinnehmen muss. Sollten zum Beispiel plötzlich Probleme beim Ablesen der Armbanduhr auftreten, kann dahinter eine ernsthafte Augenkrankheit stecken. Daher sollte man nicht allzu lange damit warten, zeitnah einen Augenarzt aufzusuchen.

Auch kann eine Augenkrankheit vorliegen, wenn jemand Dinge verzerrt sieht. Unter Umständen kann sich diese Krankheit gut behandeln lassen.

Hilfe für AMD-Patienten

Wer die Uhr am Handgelenk an sich noch gut erkennen, die Zeitangabe allerdings nicht mehr richtig ablesen kann, sollte zu einem Augenarzt gehen. Die deutsche Ophtalmologische Gesellschaft (DOG) erklärt, dass dahinter eine so genannte AMD (altersabhängige Makuladegeneration) stecken kann. Die feuchte AMD -eine Unterart dieser Erkrankung- , ist mittlerweile gut behandelbar.

Welche Symptome hat die Makuladegeneration?

Weitere Symptome sind zum Beispiel verzerrtes sehen. Wo andere einen gerade Türrahmen sehen, ist bei einem AMD-Patienten der Türrahmen gekrümmt. Auch das Lesen bereitet Probleme. Für scharfes und detailgenaues Erkennen ist die Makula zuständig die in der Netzhaut sitzt. Patienten, die unter einer AMD leiden, haben eine Funktionsstörung der Makula. Ablagerungen, die sogenannten Drusen, sind der Beginn der Erkrankung, Sinneszellen können im weiteren Verlauf absterben. Wenn es sich um eine feuchte AMD handelt, wachsen krankhafte Blutgefäße in die Netzhaut.

Deutliche Hinauszögerung des Sehverlustes möglich

Eine Makuladegeneration können Augenärzte leicht erkennen. Spezielle Antikörper werden bei Patienten mit einer feuchten AMD gespritzt, sodass sich krankhafte Blutgefäße gar nicht erst bilden. Wenn die Erkrankung früh genug erkannt wird, erklären die Fachärzte, kann der Sehverlust deutlich hinausgezögert werden. Während der Therapie müssen die Patienten regelmäßig zum Augenarzt kommen. Früher war es jeden Monat, mittlerweile kann der Therapieverlauf flexibler an das Leben des Betroffenen angepasst werden.

Im Gegensatz zur feuchten AMD lässt sich die sogenannte trockene AMD bisher noch nicht wirksam behandeln. Die DOG erklärt, dass zum Beispiel das Absterben von Sinneszellen durch Tests von Wirkstoffen in klinischen Studien aufgehalten werden soll.