Verdoppeltes Katarakt-Risiko durch Diabetes

Verdoppeltes Katarakt-Risiko durch Diabetes

Höhere Wahrscheinlichkeit für das Augenleiden „Grauer Star“ bei Menschen mit Diabetes
Es handelt sich bei Diabetes um eine sehr verbreitete Erkrankung mit unterschiedlicher negativer Auswirkung auf die Gesundheit. Laut Forschung wurde herausgefunden, dass bei einer Diabetes-Erkrankung die Wahrscheinlichkeit eines zusätzlichen Katarkt doppelt so groß ist. So konnte man durch Wissenschaftler der Anglia Ruskin University erfahren, dass die Untersuchungen folgendes bewiesen: Personen mit Diabetes erkranken doppelt so häufig an einem Katarkt, als die Menschen, welche keine Diabetes haben.

Die Daten-Analyse von mehr als 56.500 Diabetikern

In der Altersgruppe der 45 und 54 Jährigen ergaben aktuelle Studien, dass Personen mit Diabetes von einem höheren Risiko für eine Katarkt-Erkrankung betroffen sind. Die Wissenschaftler analysierten für die Studie die medizinischen Ergebnisse von 56.510 Patienten mit Diabetes im Alter von 40 Jahren und älter. Mit einer Gesamt-Rate von 20,4 pro 1.000 wurde die Entstehung eines Katarkts festgestellt, so heißt es den Autoren folgend. Umgerechnet kann man davon ausgehen, dass dieses Ergebnis einer Rate von 10,8 pro 1.000 entspricht.

Besondere Gefährdung von Diabetikern im Alter zwischen 50 bis 54

Die Teilnehmer im Alter von 45 und 49 Jahren zeigten eine 4,6-fach höhere Wahrscheinlichkeit einer derartigen Augenkrankheit. Die Mediziner fügten außerdem hinzu, dass eine fünf bis sieben Mal höhere Gefährdung bei Menschen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren vorliegt. Diese Werte stehen im Vergleich zu gesunden Menschen.

Katarakt – was ist das?

Es handelt sich um die Trübung der Augenlinse, welche auch als Katarkt bezeichnet wird. Schreitet die Erkrankung fort, so kann dies durch eine graue Färbung der Pupillen beim Patienten erkannt werden. Die weit verbreitete Bezeichnung lautet „Grauer Star“. In vielen Fällen ist eine operative Entfernung der getrübten Linse möglich, wobei sie durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt wird. Für den globalen Sehverlust stellt der Katarkt eine der Hauptursachen dar. Die Vision Loss Expert Group veröffentlichte in einer früheren Studie, dass bei 65 Millionen Menschen eine geminderte Sehkraft oder eine komplette Blindheit die Folge der Erkrankung ist.

Erhöhtes zusätzliches Risiko durch diabetische Makulopathie

Professor Rupert Bourne der Anglia Ruskin University gab bekannt, dass mit Diabetes ein doppeltes Risiko für einen zusätzlichen Katarkt besteht. Bei einer signifikanten diabetischen Netzhauterkrankung (diabetische Makulopathie) ist das Risiko bei Diabetikern um das sechsfache gesteigert.