Was tun bei Bindehautentzündung?

Was für Maßnahmen sind bei einer Bindehautentzündung zu ergreifen?

Wenn man sich im Urlaub schon mal einen frischen Wind ins Gesicht blasen lässt, muss auch damit rechnen, dass dies die Augen reizt. Es ist also im Sommer daher nicht gerade selten, dass die Augen mal gerötet und leicht gereizt sein können. Wenn es sich aber um eine echte Bindehautentzündung handelt, dann sollte man unbedingt einen Facharzt konsultieren.

Eine Konjunktivitis – so der medizinische Fachterminus für eine Bindehautentzündung – kommt dann zustande, wenn sich die schützende Schleimhaut entzündet hat. Diese Schleimhaut sitzt auf dem weißen Teil des Augapfels und unter den Augenlidern. Die Bindehautentzündung beginnt dann meist erst an einem Auge. Dieses juckt und tränt und rötet sich immer stärker. Damit sich die Entzündung nicht auch noch auf das andere Auge überträgt, sollte man das bereits entzündete Auge nicht mit dem Finger berühren oder sich eben unbedingt die Hände waschen, wenn man es aus Versehen doch berührt hat. Denn so kann man vermeiden, dass die Erreger von dem einen Auge auch in das andere, noch gesunde, gelangen können. Ebenfalls sollte man unbedingt Handtücher und Waschlappen mindestens einmal täglich wechseln, damit man einer Übertragung auf diesem Wege vorbeugt. Kontaktlinsenträger sollten auf das Tragen der Linsen verzichten und zur Brille greifen, solange die Bindehautentzündung anhält. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung auch auf den Augapfel ausbreitet.

Es gibt verschiedene Bindehautentzündungen

Es gibt nicht DIE eine Bindehautentzündung, sondern diese kann unterschiedliche Ursachen haben. Wird sie nicht durch eine Allergie ausgelöst, ist der Auslöser entweder viral oder bakteriell. Einige Merkmale verraten aber auch dem Laien, um welche Art der Bindehautentzündung es sich wahrscheinlich handelt. Wenn beide Augen gleichzeitig gleich stark gerötet sind, handelt es sich wahrscheinloch um eine allergische Reaktion. Wenn die Ursache bakteriell ist, sind die Augenlider oft zusätzlich mit einer weißen oder leicht gelblichen zähen Ausscheidung verklebt. Diese Form der Bindehautentzündung verschwindet in vielen Fällen innerhalb einer Woche meistens auch ohne behandelt zu werden. Ist die Ausscheidung eher flüssig als zäh, handelt es sich wahrscheinlich um eine viral verursachte Bindehautentzündung. Diese ist die häufigste und kann bis zu vier Wochen andauern und benötigt eine Behandlung. Aber auch Staub und Schmutz in der Luft können eine Bindehautentzündung auslösen. Diese Form ist aber nicht ansteckend und verschwindet auch meistens rasch von selbst.

Aufpassen, dass die Entzündung nicht chronisch wird!

Sollte die Bindehautentzündung nach einer Woche nicht besser werden und fühlt man sich etwas unbehaglich, sollte man in jedem Fall einen Facharzt aufsuchen, denn es besteht dann die Gefahr der Chronifizierung. Wird die Sehfähigkeit beeinträchtig, treten Kopfschmerzen und Übelkeit und eine ansteigende Lichtempfindlichkeit des Auges auf sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Der Facharzt nimmt dann zuerst einen Abstrich der Ausscheidung am Auge, um festzustellen, um welche Form der Bindehautentzündung es sich handelt. Bei einer bakteriellen Entzündung besteht die Therapie in der Behandlung des Auges mit antibiotikahaltigen Augentropfen oder Salben. Bei einer viralen Entzündung können nur die Symptome behandelt werden. Eine allergische Entzündung werden spezielle Augentropfen verwendet, falls nicht die Allergie schon mit Antihistaminika behandelt wird. Von kalten oder warmen Auflagen ist abzuraten, da sich die Entzündung unter Umständen dann noch verschlimmert.