ENTZÜNDLICHE NETZHAUTERKRANKUNGEN

Die Netzhautablösung

Diese Erkrankung wird auch als Amotio retinae bezeichnet. Die Erkrankung kann in vielen Fällen mit einer Netzhautablösung enden. Eine Netzhautablösung macht sich beim Betroffenen durch Lichtblitze sowie Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Üblicherweise lässt sich eine Retinea mit Laser oder aber Kältesonden wieder fixieren. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sie zur Erblindung führen.

Die Netzhautgefäßentzündung

Diese Erkrankung wird auch als Retinale Vaskultis bezeichnet und es handelt sich um eine Entzündung der Netzhautgefäße, innerhalb derer Entzündungszellen auch in den Glaskörper des Auges wandern. Meist wird die Erkrankung durch Infektionen wie Borreliose, Tuberkulose sowie Listeriose, Lues oder diverse Viren ausgelöst. Auch Autoimmunerkrankungen wie Polyarteritis und Morbus Wegener und andere Erkrankungen können Auslöser sein.

Klassische Symptome sind die Sehverschlechterung sowie schwarze Punkte im Blickfeld durch bereits verklumpte Entzündungszellen innerhalb des Glaskörpers, dazu Gefäßverschlüsse und Blutungen wie auch Ödeme. Die drei letzten Symptome lösen Gefäßwucherungen und Glaskörperblutungen sowie Netzhautablösungen aus.

Die Behandlung wird auf die Ursachen ausgerichtet, beispielsweise mit einer Antibiotikatherapie bei bakteriellen Infektionen sowie den bereits entstehenden Schäden, beispielweise Laserbehandlungen bei bestehenden Gefäßwucherungen.

Aids-bedingte Netzhautveränderungen

Rund 800 Prozent aller an AIDS erkrankten Personen weisen gemäß Lehrbüchern Netzhautveränderungen auf. Diese basieren auf Virusinfektionen oder manchmal auch krankhaften Gefäßveränderungen, beispielsweise brüchige Ausbuchtungen. Im Regelfall erfolgt hier lediglich eine Bekämpfung der Viren.