GEFÄßERKRANKUNGEN DER AUGEN

Die Diabetische Retinopathie

Ein Diabetiker entwickelt innerhalb von zwei bis zu drei Jahrzehnten aufgrund seiner Erkrankung krankhafte Gefäßveränderungen. Diese können sowohl Netzhautblutungen wie auch -Ödeme zur Folge haben. Die Symptome dieser Erkrankung liegen in einer Verschlechterung der Sehkraft und führen bis hin zur Netzhautablösung. Die Erkrankung ist eine der Hauptursachen für Erblindungen innerhalb der Industrienationen.

Um ein Fortschreiten der Krankheit zu reduzieren, müssen sowohl der Blutzuckerspiegel wie auch der Blutdruck auf ein Normalmaß gebracht werden. Bestehen Gefäßwucherungen und Netzhautablösungen, können diese mit dem Laser behandelt werden.

Retinale Venenverschlüsse am Auge

Nach der diabetischen Retinopathie stellt diese Erkrankung die zweithäufigste Gefäßerkrankung innerhalb der Augennetzhäute dar. Ausgelöst wird die Erkrankung sowohl durch Bluthochdruck wie auch Diabetes oder den Grünen Star, zudem auch durch Netzhautgefäßentzündungen. Gefäßverschlüsse führen hier zu Netzhautblutungen sowie Ödemen und Gefäßwucherungen, aber auch Netzhautablösungen.

Sind akute Fälle gegeben, dann ist eine medikamentöse Verdünnung des Blutes erforderlich. Sofern die Venen hartnäckig verstopft sind, besteht die Möglichkeit, sie mit einem Laser durchlässig zu machen. Üblicherweise müssen die Grunderkrankungen sofort behandelt werden.

Retinale Arterienverschlüsse am Auge

Sehr selten ist es der Fall, dass Blutgerinnsel in die Netzhautarterie oder aber in einen ihrer Seitenäste gelangen und dort für eine Verstopfung sorgen. Ein Betroffener bemerkt dies sofort, denn es stellt sich eine einseitige Erblindung oder aber ein Gesichtsfeldausfall ein.

Therapiert wird die Erkrankung mittels Augapfelmassagen sowie augendrucksenkenden Medikamenten. Dazu stehen Blutverdünnung oder der minimalinvasive chirurgische Eingriff, sogenannte Stichinzision, als Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Morbus Coats am Auge

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine sehr selten auftretende, aber angeborene Erweiterung innerhalb der Netzhautgefäße. Diese Erweiterung bringt fetthaltige Ödeme sowie eine Netzhautablösung mit sich. Werden die erkrankten Gefäße rechtzeitig mittels Laser- oder Kältetherapie verödet, kann die Gefahr der Erblindung in 50 Prozent der Fälle vermieden werden.

Frühgeborenenretinopathie am Auge

Gerade Frühchen mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm haben Netzhautgefäße, die sich noch in der Entwicklung befinden. Sauerstoffeinfluss beeinträchtigt diesen Prozess. Dadurch verschließen sich die noch unreifen Gefäße und wuchern im Anschluss.

Die Folge sind Glaskörperblutungen, durch die sich die Netzhaut wiederum teilweise ablöst und vernarbt. Eine möglichst gering gehaltene Sauerstoffzufuhr hilft dabei, irreparable Schäden weitestgehend zu vermeiden.